Warum zeigen manche Kinder trotz intensiver Förderung immer wieder die gleichen Schwierigkeiten in ihrer Bewegung, Konzentration oder Ausgeglichenheit?
Als Yogatherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie verbinde ich klassisches Yoga-Wissen mit Erkenntnissen aus der Entwicklungsbegleitung, um genau hier anzusetzen.
Dieses Wissen ist kein völlig neues Konzept, sondern eine wertvolle Hilfe, um unsere eigene Wahrnehmung im Alltag zu verfeinern: Es schärft den Blick für tiefliegende körperliche Blockaden, die ihren Ursprung in unserer frühen Entwicklung haben. Oft sind es kleine, unbewusste Bewegungsmuster, die Kindern das Stillsitzen oder Lernen unnötig erschweren.
In diesem Workshop erfahren Sie, wie wir dieses Verständnis nutzen können, um bestehende pädagogische und therapeutische Ansätze zu ergänzen. Ziel ist es, Kindern durch gezielte Übungen und eine angepasste Begleitung punktgenaue Hilfestellungen zu geben, die den Alltag für alle Beteiligten erleichtern.
Kerninhalte des Workshops:
Bewegungsmuster achtsam beobachten: Den Blick schulen (angelehnt an die Beobachtungskriterien nach Sally Goddard Blythe). Wie wir im Unterricht oder in der Therapie kleine Signale des Körpers besser deuten können.
Unsere körperlichen Wurzeln: Warum bestimmte Reflexe in der Kindheit entstehen und was es für unsere Statik und unser Wohlbefinden bedeutet, wenn sie im Erwachsenenalter noch aktiv sind.
Yoga als Begleiter: Viele bekannte Yoga-Übungen unterstützen ganz natürlich die Nachreifung des Nervensystems. Wir lernen, diese Übungen gezielt für mehr Stabilität und Gelassenheit einzusetzen.
Atem und Entspannung: Fokus auf den Schreckreflex (Moro). Wie wir über die Atmung dem Körper signalisieren können, dass er sicher ist, und so aus dem „Stress-Modus“ finden.
Praktische Impulse für den Profi-Alltag: Einfache Möglichkeiten für Lehrer, Pädagogen und Therapeuten, die neurophysiologische Reife spielerisch einzuschätzen und kleine, wirksame Übungen direkt zu integrieren.
Das Ziel des Workshops:
Das Wissen um diese Zusammenhänge macht die tägliche Arbeit einfacher und verständnisvoller. Es geht darum, die körperliche Basis von Bewegung und Regulation besser zu verstehen, um so noch passgenauere Hilfestellungen geben zu können.