Warum zeigen manche Kinder trotz intensiver Förderung, guter Motivation und individueller Unterstützung immer wieder ähnliche Schwierigkeiten bei der Konzentration, der Handlungsplanung oder der emotionalen Regulation?
Das Tagesseminar eröffnet eine zusätzliche Perspektive auf den pädagogischen und therapeutischen Alltag: Wir betrachten Bewegung, Haltung, Blick, Atmung und Regulation als mögliche Hinweise darauf, wie ein Kind eine Situation gerade erlebt und welche Unterstützung es benötigt.
Dabei verbinden wir grundlegende entwicklungsbezogene Zusammenhänge mit praxisnahen Beobachtungsimpulsen und Elementen aus Yogatherapie und Atemarbeit.
Es geht ausdrücklich nicht darum, ein neues Therapieprogramm zu erlernen oder Diagnosen zu stellen. Im Mittelpunkt steht die Schärfung des eigenen „beobachtenden Auges“, um körperliche Voraussetzungen für Lernen und Verhalten genauer einzuordnen und den Alltag durch gezielte, kleine Handlungsansätze zu entlasten.
KERNINHALTE DES WORKSHOPS
Entwicklung, Bewegung und Aufmerksamkeit verstehen
Grundlegende Zusammenhänge zwischen motorischer Entwicklung, Regulation, Aufmerksamkeit und Lernen. Auffälliges Verhalten nicht vorschnell als ‚Will nicht‘ interpretiert zu interpretieren, sondern auch mögliche körperliche und entwicklungsbezogene Voraussetzungen mitzudenken.
Bewegungs- und Haltungsmuster beobachten
Den Blick im therapeutischen und pädagogischen Alltag schulen. Wie Gleichgewicht, Körperspannung, Blicksteuerung und das Überkreuzen der Körpermitte das Lernen beeinflussen können.
Verbindung von Atem, Blick und Regulation verstehen
Der Einfluss von visuellem Fokus, Raumorientierung und Atmung auf das Nervensystem. Wie körperliche Überforderungszeichen sowie vegetative Stressreaktionen frühzeitig erkannt und durch spielerische Mikro-Impulsen reguliert werden können.
Yogatherapeutische Impulse als Werkzeug nutzen
Kein starrer Übungsplan, sondern ein flexibler Werkzeugkasten: Wie einfache Yoga-Elemente, Rhythmus, Überkreuzbewegungen und Atemimpulse bestehende Konzepte passgenau ergänzen.
Transfer in den Profi-Alltag
Beobachtung von Bewertung unterscheiden. Verhaltenserwartungen durch wertfreie Sprache verändern und konkrete, körperorientierte Impulse direkt in die Praxis integrieren.
IHR NUTZEN FÜR DIE PRAXIS
In dem Seminar lernen Sie:
1.Bewegungs- und Regulationssignale differenzierter beobachten,
2.Beobachtung von Interpretation und Bewertung unterscheiden,
3.körperbezogene Hinweise in ihrem jeweiligen Kontext einordnen,
4.einfache Impulse zur Regulation in bestehende Abläufe integrieren,
5.ihre Sprache und Erwartungen gegenüber Kindern reflektieren.
LEITUNG
Sandy Bartels ist psychotherapeutische Heilpraktikerin und Yogatherapeutin mit eigener Praxis seit 2019.
Im Seminarpreis inbegriffen ist ein warmes, ayurvedisches Mittagessen, das für eine genussvolle und entspannte Pause sorgt.